Material für Liquid Additive Manufacturing

Die Materialien, die im Liquid Additive Manufacturing derzeit am häufigsten verwendet werden, sind Flüssigsilikonkautschuk (Liquid Silicone Rubber / LSR) und Polyurethan.

Beim Druck können die Infill-Optionen desselben Materials variiert werden. So ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, den Druck an den jeweiligen Anwendungsfall anzupassen und immer das beste Druckergebnis zu erzielen. So können, je nach Einstellung, weiche, flexible Druckobjekte oder harte, nicht biegsame Ergebnisse entstehen.

Von den verschiedenen Varianten des Silikonkautschuks bis hin zu harzähnlichem Polyurethan ergeben sich neue Chancen, die so mit keiner anderen Technologie möglich sind.

Sie interessieren Sich für ein anderes Material? Dann nehmen Sie Kontakt mit unseren Applikationsberatern auf! Schildern Sie uns einfach Ihren konkreten Anwendungsfall, damit wir prüfen können, wie wir Ihr Projekt am besten umsetzen können.

Liquid Silicone Rubber (LSR)

Liquid Silicone Rubber, zum Beispiel SILASTIC™ 3D 3335, ist ein Flüssigsilikonkautschuk, der thermisch vernetzt wird. Er enthält keine Acrylhärter und wird nicht UV-vernetzt. Die technischen Eigenschaften des Materials für Liquid Additive Manufacturing sind nahezu identisch zum Spritzguss. Der hochviskose Liquid Silicone Rubber wird insbesondere für additive Bauteile verwendet, die eine hohe Feinheit erfordern. Die Viskosität des Materials beträgt 130 – 170 Pas, ist jedoch nach Abschluss des Druckprozesses komplett ausgehärtet und sofort einsatzfähig. Es eignet sich für Temperaturbereiche von -60 bis +200 °C und hat eine hohe Bruchdehnung. Sie können das LiQ 320 Drucksystem auch mit weiteren Flüssigsilikonmaterialien betreiben, die i.d.R. eine Viskosität zwischen 10 und 180 PaS und unterschiedliche Shore-Härten haben. Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

Liquid Additive Manufacturing LiQ 320 Cartridges
Liquid Additive Manufacturing material Polyurethan

Polyurethan (PU)

Polyurethan kann mit dem LiQ 320 erstmals in flüssigem Zustand per 3D-Druck verarbeitet werden. Da das Material bei Raumtemperatur verarbeitet wird, ist der Druckprozess besonders energieeffizient. Der Schwund der Materialien bewegt sich im Bereich von 1 – 2 %. Themen wie thermischer Verzug oder die Ablösung vom Druckbett gehören somit der Vergangenheit an.